Flyballbox

 

Bevor man sich eine Flyballbox anschafft, um dann mit dem Training zu beginnen, sollte man sich erst einmal ein paar Gedanken darüber machen, wie man Flyball handhaben möchte. Soll der Hund im eigenen Garten ein wenig beschäftigt werden, oder möchte man lieber mit ein paar gleichgesinnten Leuten eine Mannschaft gründen, um später vielleicht einmal an Turnieren teilzunehmen?
Ist man sich darüber im klaren, sollte die Flyballbox, die man sich baut, kauft, oder vielleicht schenken lässt, dem entsprechend ausgesucht werden.

 

Grundsätzlich kann man die Boxenarten in zwei Gruppen aufteilen:

1.) Die Frontdesignboxen mit verdeckter Technik - Ball fliegt gerade heraus

"Curved Front" Flyballbox von Erbauer Patrick de Flies aus Belgien.
Kunststoffbox von Horst Rauh
mit Sportfix Belag von Kaiser Hundesport

Bei dieser Boxenart ist die ganze Vorderseite als Betätigungsplatte(siehe Fotos oben) ausgelegt. Dabei kann diese Platte gebogen oder gerade sein. Der Hund hat hier nur eine Trittfläche und kann sich somit ganz auf den Ball konzentrieren. Eine Verletzungsgefahr ist bei diesen Boxen so gut wie ausgeschlossen. Wenn der Hund die Box vorher nicht betätigt hat, ist der Ball nicht herausnehmbar. Also muss der Hund die Box schon auslösen um an den Ball zu kommen. Und nur auf solch einer Box ist die Schwimmerwende (Swimmersturn, siehe Fotos unten) möglich, da sie breit genug ist und über 2 Löcher(hier kann sich der Hund seine Lieblingsseite in die er sich drehen möchte aussuchen) verfügt.

Hund drückt sich deutlich mit den Hinterpfoten ab
So fliegt der Ball raus!

Alle vier Pfoten auf der Box

Diese Art der Drehung/Wende auf der Box ist die gesündeste für den Hund und noch ein positiver Effekt liegt darin, dass der Hund schneller wird. Das hat sich in jahrelanger Erfahrung mit Flyball im Ausland gezeigt und bewiesen.
Diese Boxen sind zwar nicht gerade billig, sie liegen so bei ca. 250€ -380€ je nach Ausführung (sind aber ihr Geld wert ). Mit etwas Geschick, kann man sie sogar vielleicht nachbauen (Bauanleitung siehe
Links).
Genau aus diesen Gründen sollte man sich eine Frontdesignbox oder auch Profibox zulegen, wenn man sich für Turniere entschieden hat, bzw. diese irgendwann mal ins Auge fassen möchte.

Ohne Boxenloader geht's nicht
 
Klasse Arbeit

 

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2.) Der Boxentyp mit sichtbarer Katapulttechnik -Ball fliegt hoch heraus,wird heraus katapultiert


Er ist eigentlich der Oldie unter den Boxen. Viele Boxen die angeboten werden, haben vorne an der Box eine kleine Betätigungsplatte zur Auslösung. Dies funktioniert prima, so lange wie der Hund kein Tempo drauf hat und es langsam angeht. Die Tritttaste sollte aber schon groß genug sein, damit sie auch nicht im Eifer des Gefechts verfehlt wird. Bei diesen Boxen ist dann der Wurfarm am Ende der Box sichtbar. Es muss hier einmal gesagt werden, dass der Wurfarm der Katapult- Boxen die größte Verletzungsgefahr für den Hund darstellt.

Katapultbox mit großer Betätigungsplatte
aus Thomas Ahlers Flyballbuch

P. P. Box mit nur kleiner Betätigungsplatte, nachträglich abgepolstert

Wenn man sich selber eine Flyballbox bauen möchte, sollte man sich auf jeden Fall an die Höchstmaße der internationalen Richtlinien halten. Zum einen haben sich diese Maße bewährt und zum anderen, gibt es in Deutschland nun ein einheitliches Regelwerk und da sind diese Maße übernommen worden.

Geltende Höchstmaße für Flyballboxen nach dem deutschem Regelwerk (auch international/ NAFA) sind:

Höhe max. 46cm
Breite: max. 61cm
Tiefe: max. 76cm
eventuelles Trittbrett für den Boxenjungen nicht mitgerechnet
mögliche Wurfweite Ball: min. 60cm
horizontal gemessen von der Vorderseite der Box (neben der Ballöffnung)

Mögliche Wurfweite deshalb, weil der Ball keine Chance haben wird soweit zu fliegen, da der Hund ihn schon vorher geschnappt hat.
Ebenfalls ist im internationalen Regelwerk festgelegt, dass die Box nur durch einen mechanischen Auslöser funktionieren darf. Elektrische, hydraulische oder pneumatische Versionen sind verboten.

 

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Dann gibt es noch sehr kleine Katapultboxen, die sich höchstens für den Gartengebrauch eignen.

Die „Gartenbox“ (z.B. oft bei Ebay ), egal ob rot, grün, blau, gelb, mit Pfote, mit Rasenteppich, mit verstecktem oder offenem Wurfarm oder als das "Original"angeboten: Diese Art von Boxen sind höchstens zum Ball fangen im eigenem Garten einzusetzen, zu mehr ganz bestimmt nicht. Um damit den richtigen Flyballsport ausüben zu können, sind sie einfach nicht zu gebrauchen. Im Gegenteil, dann können diese Boxen durchaus gefährlich werden bzw. eine Verletzungsgefahr für den Hund darstellen.

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Das Foto was an dieser Stelle war, mußte ich leider von der Seite nehmen. Der Hersteller der Box hat es mir untersagt das Foto zu veröffentlichen.
Beispielfotos: So können „Gartenboxen“aussehen

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