4. NRW Flyball Cup 2005 - Duisburg 12.03.2005
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Diesmal gingen 12 Mannschaften am Start aus NRW, Niedersachsen und Hessen.
Es wurde in drei Divisionen gestartet, wobei Division 2 und 3 zusammen gelaufen sind, aber getrennt bewertet wurden.
Morgens wurde im Round Robin mit 3 heats gelaufen. Nach der Mittagspause ging es dann mit dem Double Elimination weiter,
bis die Tagessieger in der jeweiligen Divison ermittelt waren
. Es wurden natürlich wieder Punkte für den Gesamtsieg des NRW Flyball Cup 2005 gesammelt.

Teilgenommen haben in Duisburg:    
Division 1 Division 2 Breakout Time 23,5sec. Division 3 Breakout Time 25,5sec.
1) Ball-Amazonen 1) Be Quickstep! 1) Westfalen Fun Team
2) Quickstep! Flyballteam 2) Flying Spirits 2) Flyboys Ratingen
3) 16 Paws of Power - nicht angetreten 3) Westfalen Power Team  
4) Ostbeverns Biber 4)Power Paws - nicht angetreten  
5) Flying Bramgau    
6) Flyball Express    

Berichte

Aus der NRZ Duisburg-Nord vom 14.03.05

Mit Affenzahn über die Hürden Stichwort: Flyball in NRW

Eigentlich macht Paul einen recht gemütlichen Eindruck. Bis es um "Flyball" geht - dann rast der Labrador mit einem Affenzahn über die Hürden, betätigt die Ballmaschine und düst mit der begehrten Kautschuk-Kugel im Maul zurück zum Frauchen - in sechs Sekunden.Der muskelbepackte Rüde, der an diesem zweiten Turniertag des NRW-Flyball-Cups auf der Hundesportanlage Am Grillopark für den "Flyball-Express" des HSV Hamborn-Marxloh antrat, gehört nicht mal zu den schnellsten Vertretern seines Sports. Ein junger Boarder Collie schafft die exakt 15,55 Meter inklusive Hindernisse in etwas über vier Sekunden.Die zwei Sekunden Diskrepanz machen aber fast gar nichts - zum einen, weil pro Team vier Hunde antreten, deren Zeiten später addiert werden. Ein schneller Geselle kann da schon mal eine moderate Leistung auffangen. Zum anderen steht beim "Flyball" aber auch der Fun-Faktor für Tier und Mensch im Vordergrund. Der Vierbeiner kann sich so richtig verausgaben und der Zweibeiner stolz sein, was er seinem besten Freund alles beigebracht hat.Das war auch der Grund für Mareen Wachler (21) und ihren drei Jahre alten Rüden Paul, Kontakt zum HSV Hamborn-Marxloh aufzunehmen. "Hol das Bällchen hat Paul ziemlich schnell gelangweilt", sagt sie. "Flyball schien da genau das Richtige zu sein." Das bedeutete zwei Monate Training - allerdings nur einmal alle zwei Wochen, weil Paul schon eine Erziehungslaufbahn im Verein hinter sich hatte. "Trotzdem war´s am Anfang nicht leicht", sagt Mareen. Die Sache mit den Hürden habe Paul zwar schnell begriffen. "Aber er hat auch gecheckt, dass hinter der Maschine eine Kiste mit Bällen steht, die ja alle viel schöner sind."Stunde für Stunde hat Paul dann gelernt, wie der Hase läuft, bis er die Strecke wie ein echter Profi absolvierte. Geklappt hat es vor allem wegen Beachtung eines ehernen Gesetzes: Für gute Leistung gibt´s eine Belohnung, zum Beispiel ein Leckerchen. Paul bevorzugt allerdings etwas anderes. Mareen: "Wenn er ins Ziel kommt, spielen wir erst mal Hol das Bällchen." Auf ein Wort: Flyball kommt aus den Vereinigten Staaten. Teams zu je vier Hunden treten gegeneinander im K.O.-System an. Das Team, das am wenigsten Zeit benötigt, gewinnt. Der Name (deutsch: "Flugball") kommt von der Ballmaschine am Ende der 15,55 Meter langen Strecke, die bei Betätigung des Pedals eine Kugel ausspuckt, die der Hund im Flug fangen und apportieren muss. Auf dem Hinweg muss das Tier vier Hürden überwinden, deren Höhe nach seiner Schulterhöhe (SH) bemessen wird - ab 50 cm SH jeweils 40 cm. Hin- und Rückweg müssen fehlerfrei absolviert werden. Ignoriert der Hund eine Hürde oder verliert er den Ball, muss er wiederholen. Der NRW-Cup wurde zum vierten Mal ausgerichtet. Der Cup besteht aus drei Turniertagen (27.2. in Borken, 12.3. in Marxloh, 16.4. in Borken). An diesem zweiten Turniertag nahmen zehn Teams aus ganz Deutschland teil. Am letzten Turniertag werden die Ergebnisse mit denen der anderen Turniertage verrechnet und ein Gesamtsieger ermittelt.

Holger Beck