Ball Of Pottendorf 2003

 

Bericht von Günter Frechen

Hallo Flyballfans und Flyballfreunde und alle die es noch werden wollen,

hier ein kleiner Bericht zum BOP in Österreich,

Nachdem wir in Holland soviel Spaß beim Flyballturnier hatten und wir Josi gesagt hatten das wir natürlich kommen begannen bei uns die Vorbereitungen für den BOP. Als erstes kommen natürlich Gedanken ob es sich überhaupt lohnt die mehr als Tausend Kilometer Anfahrt in Kauf zu nehmen nur um an einem Flyballturnier teilzunehmen.Nach kurzem Bedenken und die tollen Erinnerungen an die Europameisterschaft in Holland gab es dann für uns kein zurück mehr.
Urlaub wurde beantragt, Unterkunft gebucht und dann ging es am 14. August früh morgens Richtung Österreich. Nach langer Fahrt sind wir gut in Pottendorf angekommen. Als erstes ging es natürlich sofort zum Turnierplatz. Dort angekommen wurden wir von Josi und allen anderen schon anwesenden Teams herzlichst begrüßt, so als ob man sich schon ewig kennt.
Nach kurzer Einweisung in den Turnierablauf haben wir uns zurückgezogen um uns von der Anreise zu erholen. Am Freitag morgen ging es dann endlich los. Es gab ein freies Training für alle Teams. Hier konnten sich alle Mannschaften, die noch nicht nach internationalen Regeln gestartet sind mit der Startampel, die Wechselkontrolle und auch das Umbauen der Hürdenhöhe vertraut machen. Alle Mannschaften hatten weder mit der Startampel, den Wechsel oder auch mit dem Umbauen der Hürdenhöhe überhaupt keine Probleme und haben sich ohne Probleme auf dem Wettkampf vorbereiten können. Natürlich standen die erfahrenen Teams aus Belgien und Holland beratend zur Seite, auch um den neuen Teams den einen oder anderen Tipp zugeben. Zu den neuen Teams gehörten auch die "Flying Stars", dem zweiten deutschen Team. Die "Flying Stars" kommen aus Bayern und hatten in Österreich nicht nur ihre internationale Premiere, sondern sie hatten ihren allerersten Turnierstart überhaupt. An dieser Stelle von uns aus nochmals schöne Grüße an Ariane und ihre "Flying Stars". ( Ich hoffe, wir sehen euch im nächsten Jahr bei uns zum NRW - Flyballcup wieder.)
Es folgten dann Vorkämpfe für das eigentliche Turnier am Samstag. Hierbei wurden alle Teams in zwei Gruppen aufgeteilt um für Samstag eine Einteilung vorzunehmen. Durch diese Einteilung mussten wir auch gegen eine der besten Belgischen Mannschaft antreten, die "Black Brains1". Die Belgier haben gleich in ihrem ersten Lauf in Österreich den Belgischen Rekord auf superschnelle 17,19 sek. verbessert. Gegen die Black Brains konnten wir natürlich nicht mithalten, konnten aber in diesen Läufen eine neue Bestzeit für unser Team aufstellen.
Am Ende des Tages belegten wir mit neuem Mannschaftsrekord von 19,52 sec.den dritten Platz. Die "Flying Stars" liefen mit 24,97 sek. auf den sechsten Platz in ihrer Gruppe.
Am Samstag wurden wir dann auf Grund unserer Laufzeiten mit drei anderen Mannschaften in die 2. Division (= gleichschnelle Mannschaften) eingeteilt. In der ersten Division starteten nur drei Mannschaften so das die Organisatoren beschlossen Division 1 und Division 2 in einer Gruppe zusammen im Round Robin(Jeder gegen Jeden)starten zu lassen. Beide Divisionen wurden allerdings getrennt gewertet. Nach spannenden Wettkämpfen gegen die anderen Teams lagen wir am Ende des Turniers gleichauf mit den Italienern.Da wir aber die schnellere Laufzeit hatten, belegten wir mit neuem Teamrekord ( 19,37 sek.) hinter den "Lucky Jumpers" aus Belgien den zweiten Platz vor den Italienern "Crazy for Flyball" und der zweiten Mannschaft der "Black Brains". Die "Flying Stars" hatten am Samstag nicht so viel Glück und mussten gegen die starken Teams aus Holland, Belgien und Österreich antreten. Trotzdem haben sie sich mehr als gut verkauft und viel Spaß gehabt, was sicherlich auch dazu beigetragen hat, das sie im nächsten Jahr am NRW - Flyballcup teilnehmen wollen.
Auch die Gemütlichkeit kam bei diesem Turnier nicht zu kurz. Am Freitagabend gab es für alle Mannschaften einen tollen Grillabend. Bei Leckereien vom Grill und von der Theke gab es so manche nette Gespräche und natürlich auch einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mannschaften untereinander.
BOP 2003
Man kann Josi und seinen Mannen und Frauen zu dem tollen Turnier mehr als gratulieren!!!
Es war eine super Stimmung auf dem Platz und man hat wieder viele neue Flyballfreunde dazu gefunden! In der Rede zur Siegerehrung heißt es dann auch "wir kommen alle gerne im nächsten Jahr wieder"

Ach ja, das Fernsehen war auch da, viele Fotos, Videofilme und alle Ergebnisse der anderen Teams gibt es auch zu sehen unter:


Und lasst die Bälle weiter fliegen!
Günter Frechen

Bericht von Ariane Volkmann

Hallo Flyballer,

Hier noch ein Beitrag zum BOP von den Flyball-Neulingen aus Bayern, wo die Sportart zwar noch in den Kinderschuhen steckt, aber stark im Kommen ist (hoffentlich!).

Uns, d.h. den Flying Stars aus Starnberg, hat es jedenfalls total gut auf unserem ersten Flyballtunier gefallen! Natürlich konnten wir mit den "Profis" in keinster Weise mithalten, da wir erst seit letztem Herbst Flyball bei uns im Hundesportverein trainieren, und das kam so:

Ich war während meines U.S.A Aufenthaltes nicht nur auf den Hund gekommen, sondern dieser "All-American" (auf gut deutsch Mischling) entpuppte sich auch noch als Tennisballfanatiker. Was lag also näher als Flyball zu spielen, zumal wir in Kalifornien waren, der Heimat diesen Sports? Gedacht, getan, wir haben ein Team gefunden und Buster hatte seine Lieblingsbeschäftigung entdeckt. Zurück in Deutschland mussten wir dann leider feststellen, dass Flyball kaum angeboten wird und Tuniere sogar nur in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Also hat sich Buster erst mal mit Agility im nahegelegenen Hundesportverein begnügt, bis er eines Tages in einer Ecke eine vergessene Flyballbox fand. Dummerweise war der Ball nicht vorne, sondern irgendwo im Inneren der Box versteckt und kam selbst dann nicht raus, wenn man mit aller Wucht vorn auf die Schrägseite sprang - mehrfach! Vor lauter Frust hat Buster dann die ganze Box umgeworfen und ist schließlich fündig geworden. Wir waren auf eine Wurfarmbox gestoßen, die, wie ich inzwischen weiß, in Österreich auf nationalen Tunieren verwendet wird, wohingegen in den U.S.A ausschließlich mit Boxen mit Frontalauswurf gearbeitet wird, soweit ich weiß nicht nur weil sie viel schneller sind, sondern vor allem weil sie das Überstrecken des Halses der ungeduldigen Hunde verhindern.

Daraufhin habe ich von unserem alten Team aus U.S.A eine ausrangierte Frontalauswurf-Flyballbox organisiert und konnte zur Freude Buster's andere im Starnberger Verein für Flyball begeistern. Zugegebenermaßen habe ich die frischgebackenen Flyballer mit der Meldung zum BOP etwas überrumpelt, aber sie wissen jetzt, wie ein Tunier abläuft (in Bayern gibt es ja noch keine) und wir hatten alle eine Menge Spaß! Nicht zuletzt deshalb, weil alle Teilnehmer unheimlich nett und hilfsbereit waren. Zu meiner Freude lief das international Tunier nach den amerikanischen bzw. internationalen NAFA Regeln ab, die ich schon kannte und nach denen wir auch trainiert hatten. Wir haben zwei kleine Hunde im Team, einen Boston und einen Jack Russell Terrier, die mit viel Eifer mitmachen und unsere Sprunghöhe reduzieren. Wir hoffen sehr, dass die internationalen Regeln auch in Deutschland umgesetzt werden, da ohne diese Variierung der Sprunghöhe nach Größe des Hundes die kleinen Hunde benachteiligt wären und bald vom Flyball verschwänden. Das Umstellen der Höhe stellt auch keinerlei Schwierigkeiten dar, geht schnell und stört das Wettkampfgeschehen überhaupt nicht. Auch die Ampelanlage, die ebenfalls in U.S.A verwendet wird und die Frühstarts als auch Wechselfehler anzeigt, macht die Rennen fair und genau und man gewöhnt sich sehr schnell daran. Außerdem ist es doch schön, wenn man im Nachbarland auf gleiche Regeln stößt und nicht umtrainieren muß bzw. überhaupt erst mitmachen kann, oder?

Günter Frechen vom Quickstep Team hat ja schon einen tollen ausführlichen Bericht über den Ablauf vom BOP geschrieben, deshalb nur noch mal danke an alle Beteiligten, für die nette Aufnahme von uns Neulingen, auch die Geduld, wenn mal wieder einer unserer Hunde im Eifer des Gefechts die Bahn gewechselt hat, für alle guten Trainingstipps, für all die neuen Flyball-Freundschaften und für eine perfekte Organisation durch Josi und seine Helfer!